Traditionen bei der Hochzeit

Deutsche Hochzeitsbräuche und Traditionen

Hast du dich schon einmal gefragt, welche Traditionen es gibt und woher diese stammen?

Grundsätzlich lässt sich zu Traditionen sagen, dass sie für niemanden ein MUSS sind! Bei deiner Traumhochzeit gilt: Alles darf, nichts MUSS. Das solltest du dir immer vor Augen führen. Plane deine Hochzeit in erster Linie genauso, wie sie zu euch passt und nach deinen eigenen, ganz persönlichen Wünschen und Vorstellungen. Du musst dich nicht an Traditionen halten, wenn du es nicht möchtest.

Traditionen zur Hochzeit:

Kränzen zur Hochzeit

In ländlicheren Gegenden schmücken die Nachbarn, einige Tage vor der Hochzeit, die Eingangstür des Wohnhauses der Braut (bzw. des Brautpaares, wenn sie schon zusammen wohnen) mit Girlanden aus Tannenzweigen oder ähnlichem und dekoriert mit weißen Blumen. Angebracht werden die Kränze von den Männern, dabei werden, besonders auf dem Land, traditionelle Lieder gesungen. Das Brautpaar bedankt sich bei den Nachbarn mit einem lockeren Umtrunk.

 

Der Polterabend

Der Polterabend findet ein paar Tage vor der Hochzeit statt. Es wird nur der Termin bekannt gegeben – es darf kommen, wer mag. Es wird draußen gefeiert, und das Brautpaar sorgt für ausreichend Getränke und Speisen. Die Nachbarn bringen altes Geschirr und Porzellan mit, welches dann in einer großen Aktion zerschmettert wird. Scherben bringen Glück sagt man, daher kommt diese alte Tradition zustande. Es wird nur altes Porzellan geworfen, kein Glas. Das Brautpaar muss die Scherben dann gemeinsam aufkehren und sie in manchen Gegenden im Erdreich vergraben. Man kann, aus einem Teil der Scherben auch  ein hübsches kleines Kunstwerk basteln, damit man eine tolle Erinnerung hat. Bei Pinterest findest du schöne Anregungen dazu.

Wo gehört die Ansteckblume des Bräutigams hin?

Die Ansteckblume des Bräutigams gehört laut Tradition an die linke Seite. Diese Blume

sollte zum Brautstrauß passen.

Wer besorgt den Brautstrauß?

Der Brautstrauß wird vom Bräutigam organisiert. Meistens helfen die

Schwiegermutter oder die Trauzeugin bei der Auswahl.

Die Hochzeitsfeier

Auch auf der Hochzeitsfeier selber gibt es etliche Hochzeitsbräuche, die in Deutschland dazu gehören.

Treffen vor der Kirche oder dem Standesamt

Der Bräutigam darf das Brautkleid vor dem Hochzeitstag nicht sehen, da das angeblich Unglück bringt. Traditionell fahren  Braut und Bräutigam getrennt zur Kirche oder zum Standesamt, wo der Bräutigam die Braut zum ersten Mal sehen darf. Hier überreicht er auch den Brautstrauß, den er besorgt hat.

Wer führt die Braut an den Altar?

Diese Tradition kommt nicht aus Deutschland. Laut katholischem Trauritus, schreiten Braut und Bräutigam gemeinsam zum Altar und zeigen damit an, dass sie gemeinsam auf dem Weg sind. Die Tradition, dass der Vater die Braut übergibt  und damit sein Eigentum, dem neuen Eigentümer übergibt, ist eher eine südeuropäische Sitte.

An welcher Seite läuft die Braut?

Wenn die Braut mit dem Brautvater einläuft dann an der rechten Seite.

Sie wird dann an den Bräutigam am Altar übergeben und sitzt dann auf der linken Seite des Bräutigams. Beim Ausmarsch läuft die Braut dann wieder auf der rechten Seite des Mannes. Historisch hat das den Hintergrund, dass die Frau vom Mann besser beschützt werden konnte. Wenn die Braut zur Rechten lief blieb erstens die Hand des Mannes schön warm und wurde nicht steif und er konnte sofort zu seinem Schwert zu seiner linken greifen und sich vor die Frau stellen, um sie zu verteidigen.  Heute nicht mehr wahrscheinlich von Strauchdieben überfallen zu werden bzw. dein Mann trägt keine Waffe mehr bei sich. Man kann also laufen wie man möchte. Sollte sich aber einen Plan machen, wie man es haben möchte. Am schönsten ist es, wenn man so läuft, wie man auch normalerweise Hand in Hand läuft.

Reis werfen

Nachdem die Trauung  zu Ende ist wird das Brautpaar von den Gästen mit Reis beworfen. Dies soll Fruchtbarkeit und Reichtum schenken. Erkundige dich vorher, ob das noch erlaubt ist.

Brautwalzer

Zu einer deutschen Hochzeit gibt es die Tradition des Brautwalzers. Nach dem Essen tanzt das Brautpaar allein auf der Tanzfläche einen Brautwalzer. Damit soll symbolisiert werden, dass sie jetzt ganz offiziell zusammen gehören. Früher war der Walzer nur verheirateten Paaren erlaubt.

Heute gilt das alles aber nicht mehr. Also, wenn ihr zwei linke Füße habt, dann könnt ihr auch nur einen chilligen Blues tanzen. Macht es wie ihr wollt. Es ist schließlich eure Hochzeit.

Schleier um Mitternacht

Mehrere Personen halten den Schleier über dem tanzenden Brautpaar. Wenn nun jemand mit der Braut tanzen will, so muss er Geld in den Schleier werfen. So bekommt das Brautpaar noch einen kleinen Obolus dazu, für die Kosten der Hochzeit.

Hochzeitstorte um Mitternacht

Die Hochzeitstorte muss nicht zwingend um Mitternacht angeschnitten werden. Um Mitternacht ist meistens eh keiner mehr Hungrig. Grundsätzlich gilt der Aberglaube, je mehr Menschen beim Tortenanschnitt zusehen, desto mehr Glück bringt es. Die Torte kann aber auch nachmittags angeschnitten werden. (Dies kann übrigens ein toller Zeitpunkt sein um einige Portraitfotos vom Hochzeitspaar zu machen, weil die Gäste mit Kuchen essen beschäftigt sind.) Zum Tortenanschnitt selbst, gilt die Tradition, dass das Messer nicht gereicht werden darf, sondern neben der Torte liegt. Das Brautpaar schneidet die Torte gemeinsam an. Man sagt, wer von den beiden die Hand oben auf der Hand des Partners aufliegen hat, wird in der Ehe das Sagen haben. Es wird nie die oberste Etage zuerst angeschnitten. Nachdem das erste Stück geschnitten ist, füttert sich das Brautpaar gegenseitig mit dem ersten Stück Hochzeitstorte. Nachdem das Brautpaar die ersten Stücke Torte verteilt hat, sollte ein anderer das Verteilen der Torte übernehmen.

Traditionen: Finanzen

Das Brautkleid

Um zu beweisen, dass er die Braut gut ausstaffieren kann, musste der Bräutigam früher das Brautkleid bezahlen. Heute bezahlt die Braut ihr Brautkleid selbst oder die Eltern der Braut.

Die Brautschuhe

Früher hat die Braut durch sammeln von Pfennigen Ihre Brautschuhe bezahlt. Auf diesem Weg konnte die zeigen, dass die Sparsam sein kann. Was früher eine Tugend war.

Der Brautschleier

In früheren Zeiten war der Brautschleier kostbar bestickt und dieser wurde oft in der Familien immer weitervererbt. Wenn die Braut früher keinen Schleier  hatte, wurde diese von Ihnen Freundinnen angefertigt und finanziert. Am Polterabend wurde der Schleier dann der Braut überreicht.

Die Feier

In früheren Zeiten musste immer der  Brautvater für alle Kosten der Feier aufzukommen.

Liebe Grüße, Nicole Tauschnik

Hochzeitsfotografin Fotostudio eNJay

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